Konfetti liegt in der Luft, Musik erfüllt die Straßen, ganze Städte feiern. Zwischen Umzügen, Partys und spontanen Treffen gerät leicht in Vergessenheit, dass Verkehrsregeln weiter gelten. Genau hier entscheidet sich, ob aus Feierstimmung teurer Ärger wird. Wer mobil bleibt, braucht einen klaren Kopf und einen Plan.
Sicher und richtig parken
Nicht nur rund um Köln prägen Umzüge den Straßenkarneval, auch kleinere Städte und Dörfer sperren ganze Straßenzüge. Informiert euch frühzeitig über Streckenverlauf und Zeiten, denn oft bleibt schon lange vor Beginn kein Durchlass für Privatfahrzeuge. Temporäre Halteverbote kommen hinzu. In der Regel bleiben drei Tage zum Umparken, danach wird kostenpflichtig abgeschleppt. Ein geschützter Stellplatz lohnt sich ohnehin, denn ausgelassene Jecken hinterlassen nicht immer nur Konfetti. Bei Vandalismus zahlt die Vollkasko, die Teilkasko nur bei einem aufgebrochenen Fahrzeug.
Null Toleranz für Restalkohol
Alkohol am Steuer wird schnell teuer: Ab 0,5 Promille drohen 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Wer ab 0,3 Promille auffällt oder einen Unfall verursacht, begeht eine Straftat und riskiert Geldstrafe sowie Führerscheinentzug. Für Fahranfänger in der Probezeit und unter 21-Jährige gilt Null Promille.
Auch am Morgen danach bleibt Vorsicht Pflicht. Der Körper baut pro Stunde nur etwa 0,1 bis 0,2 Promille ab. Nach einer langen Nacht kann also selbst der nächste Tag noch fahruntüchtig machen. Wer feiert, lässt das Auto stehen und schützt sich und andere.
E-Scooter sind kein Freifahrtschein
Der schnelle Heimweg mit dem E-Scooter klingt praktisch, wird mit Alkohol jedoch riskant. Es gelten die gleichen Promillegrenzen wie beim Auto: 0,5 Promille führen zu Bußgeld, Punkten und Fahrverbot, ab 0,3 Promille droht bei Ausfallerscheinungen eine Straftat. Für Fahranfänger und unter 21-Jährige gilt ebenfalls Null Promille.
Zu zweit auf einem Roller zu stehen ist verboten und verschärft die Lage unter Alkoholeinfluss zusätzlich. Viele Anbieter sperren ihre Roller an Karneval zeitweise in Innenstädten. Spontane Planänderungen enden daher oft erfolglos. Setzt lieber auf verlässliche Alternativen.
Kostüm mit klarer Sicht
Ob Piratenhut oder Tiermaske – erlaubt bleibt, was die Fahrt nicht beeinträchtigt. Sicht, Gehör und Bewegungsfreiheit dürfen nicht eingeschränkt sein. Verdeckt eine Maske das Gesicht oder behindert das Kostüm Reaktion und Überblick, droht ein Bußgeld.
Nach einem Unfall prüft die Versicherung genau. Auffällige Maskierungen können zu einer Mitschuld führen oder die Kaskoleistung mindern. Probiert euer Kostüm im Auto aus. Fühlt sich etwas unsicher an, steigen Bus und Bahn besser ins Rennen.
Stressfrei ans Ziel
Öffentliche Verkehrsmittel bieten in Karnevalshochburgen oft die entspannteste Lösung. Viele Städte setzen zusätzliche Bahnen und Busse ein und verlängern die Taktzeiten. Auch Taxi oder Fahrgemeinschaft bringen euch sicher heim. Plant Treffpunkte und Heimfahrt vor der ersten Runde und denkt an den nächsten Morgen. So bleibt Karneval ein Fest – und kein Fall für Anwalt, Versicherung oder Werkstatt.




