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News

Pannenrekord im Sommer: Wenn die Hitze das Auto stoppt

Extrem hohe Sommertemperaturen fordern nicht nur uns Menschen heraus, sondern belasten auch Fahrzeuge enorm. Neue Zahlen des ADAC belegen einen drastischen Anstieg der Pannen während aktueller Hitzewellen. Wir zeigen euch, welche Bauteile jetzt besonders leiden und wie ihr Pannen wirkungsvoll vorbeugt.

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Extrem hohe Temperaturen bringen viele Fahrzeuge an ihre Grenzen und sorgen für Hochbetrieb bei den Pannenhelfern. Bild: ADAC/Sebastian Stiphout

Wenn das Thermometer weit über dreißig Grad klettert und die Sonne unbarmherzig auf den Asphalt brennt, verwandelt sich die Fahrt in den Urlaub oder zum Feierabend schnell in eine Belastungsprobe. Während ihr im Innenraum kühle Luft genießt, schuftet unter der Motorhaube die Technik am absoluten Limit. Dass extreme Hitzeperioden die Pannenstatistiken spürbar nach oben treiben, zeigen die neuesten Auswertungen der Gelben Engel eindrucksvoll. Über siebzigtausend Einsätze verzeichnete der ADAC allein an einem einzigen heißen Sommerwochenende, was während der elftägigen Hitzewelle einem Plus von mehr als zwanzig Prozent gegenüber normalen Tagen entspricht. Wer verständnisvoll mit den Schwachstellen seines Fahrzeugs umgeht, schont Material und Nerven gleichermaßen.

Silent Killer für den Akku
Obwohl viele Autofahrer die Starterbatterie meist mit klirrender Kälte verbinden, richtet die Sommerhitze oft die viel größeren Schäden an. Hohe Temperaturen beschleunigen die chemischen Prozesse im Inneren des Akkus erheblich und führen zu einer beschleunigten Selbstentladung sowie schnellerer Alterung. Mit einem Anteil von mehr als vierzig Prozent bleibt der Stromspeicher deshalb auch im Hochsommer die unangefochtene Pannenursache Nummer eins. Wenn der Wagen nach dem Badesee-Besuch nicht mehr anspringt, liegt das meist an schleichenden Hitzeschäden der vergangenen Tage. Ein rechtzeitiger Batterie-Check in eurer Werkstatt schützt euch vor unliebsamen Überraschungen auf dem Rastplatz.

Wenn die Technik kocht
Knapp ein Viertel aller aktuellen Hilferufe betrifft Störungen am Motor sowie an der elektronischen Steuerung. Hohe Außentemperaturen fordern das gesamte Kühlsystem heraus, da der Fahrtwind die gestaute Hitze im Stop-and-Go-Verkehr kaum noch abtransportiert. Schläuche verspröden schneller, Kühlflüssigkeit verdampft bei kleinen Lecks und die Sensoren der Motorelektronik geraten durch die extreme Stauhitze durcheinander. Zudem klettert der Anteil von Defekten an Kühlung und Klimaanlage im Sommer auf rund dreizehn Prozent und liegt damit doppelt so hoch wie im restlichen Jahr. Besonders ältere Fahrzeuge leiden unter der Dauerbelastung des Klimakompressors, der ohne Pause maximale Kühlleistung erbringen muss.

Gelassen durch den Hitzesommer
Mit ein paar gezielten Handgriffen und regelmäßiger Wartung bringt ihr euer Auto sicher durch jede Hitzewelle. Kontrolliert vor längeren Fahrten unbedingt den Stand des Kühlmittels und werft einen Blick auf den Zustand aller Kühlschläuche. Gebt dem Klimakompressor gelegentlich eine kleine Pause und stellt die Temperatur nicht extrem weit unter die Außentemperatur ein. Achtet zudem auf Warnleuchten im Cockpit und steuert bei ungewöhnlich steigender Motortemperatur sofort den nächsten schattigen Parkplatz an. Eure Werkstatt prüft die Klimaanlage sowie die Batterie gründlich und sorgt dafür, dass ihr entspannt und ohne Zwischenstopp ans Ziel kommt.